Überarbeitete Arbeitsplätze

Aktuell erhält das Geschränk des Fahrerplatzes im DoT4 917 eine umfassende Aufarbeitung. Nach vielen Jahren waren die Bauteile in keinem besonders ansehnlichen Zustand mehr, das soll sich nun ändern. Dazu wird zunächst der alte Lack vollständig entfernt und anschließend werden alle Teile neu mit Shellack behandelt.

Vor Beginn der Arbeiten wirkten die Holzteile, hier die rechte Hälfte der Pultplatte, des Fahrerplatzes deutlich verschlissen. (Bild: Alexander Blank)

Auch alle auf und an den Holzplatten montierten Bauteile werden aufgearbeitet. Die Aluminium-Zierleisten werden aufpoliert, während verschiedene Bleche und Anbauteile neu lackiert werden.

Nach dem Entfernen des alten Lacks zeigt sich, dass das Holz noch in gutem Zustand ist, sodass direkt neuer Lack aufgetragen werden kann. (Bild: Alexander Blank)
Nach dem ersten Lackauftrag ergibt sich bereits ein deutlich verbessertes Erscheinungsbild. Für die angestrebte Oberflächenqualität sind jedoch noch mehrere weitere Schichten erforderlich. (Bild: Alexander Blank)

An der linken Hälfte der Pultplatte ist das Holz leider stärker in Mitleidenschaft gezogen worden. Diese beschädigte Stelle muss zunächst sorgfältig ausgebessert werden, bevor eine neue Lackierung erfolgen kann.

Ansicht der linken Pultplatte: Die beschädigte Stelle ist hinten rechts zu erkennen. (Bild: Alexander Blank)

Die verschiedenen Metallteile des Führerstands erhalten ebenfalls eine Neulackierung. Die passenden Farbtöne wurden im Voraus bestimmt und entsprechend angemischt. Das Armaturenbrett behält dabei selbstverständlich seine charakteristische Hammerschlag-Optik.

(Bild: Alexander Blank)

Demontagearbeiten beim O 6600 H

Als erster Schritt der Restaurierung des Mercedes-Benz O 6600 H erfolgt seit Beginn des Jahres die weitgehende Demontage des Fahrzeugs bis auf die grundlegende Karosseriestruktur. Die Arbeiten im Innenraum sind bereits weit fortgeschritten – das Fahrzeug ist inzwischen nahezu vollständig entkernt.

Blick in den Innenraum des O 6600 H. (Bild: Alexander Blank)

Auch an der Außenseite müssen zahlreiche Bauteile entfernt werden. Besonders aufwendig gestaltet sich die Demontage der Aluminiumzierleisten, da deren Befestigungsschrauben durch starke Korrosion nur schwer zu lösen sind.

Die Fensterscheiben und Scheinwerfer wurden bereits ausgebaut, während die Arbeiten an den Zierleisten weiterhin andauern.

Alle aus- und abgebauten Teile werden sorgfältig beschriftet, dokumentiert und fachgerecht eingelagert. So ist sichergestellt, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt aufgearbeitet werden können und schließlich wieder an ihren ursprünglichen Platz im Fahrzeug zurückfinden.

Außenansicht während der Demontagearbeiten. (Bild: Alexander Blank)

Darunter läuft’s rund: Radkästen für Wagen 714

Aktuell beschäftigt uns der Einbau der Radkästen im Gartenschauwagen 714. Diese wurden vor einiger Zeit von einem Stahlbauunternehmen neu angefertigt, nachdem die Originale wegen erheblichen Durchrostungen nicht weiter verwendet werden konnten. Nun müssen die von uns lackierten Metalteile in den Holzfußboden eingepasst werden. Des weiteren werden aktuell die längs an den Seitenwänden des Wagens verlaufenden Kabelkanäle neu angefertigt. Anschließend kann dann der Fußboden im Wagen verlegt werden.

Zwei der vier Radkästen, auf der Oberseite bereits fertig lackiert. (Bild: Alexander Blank)
Die Öffnungen im Wagenboden wurden bereits für die Montage angepasst. (Bild: Alexander Blank)

Fußboden des Gartenschauwagen 851 erneuert

Der in die Jahre gekommen Gummifußbodenbelag der Gartenschauwagen 851 wurde in der vergangene Zeit erneuert. Dafür wurde der alte Belag samt aller Klebereste entfernt, und anschließend durch eine Fachfirma ein neuer Belag eingeklebt. Parallel wurden die Einbauten unter den Sitzen sowie die Randleisten durch uns überarbeitet.

Was man nicht sieht. Im Bereich der Randleisten, der Verkleidungen unter den Sitzen, der Sitzfüße sowie der Bodenklappen mussten dutzende Noppen von Hand abgeschnitten werden, damit die zu montierenden Teile eben aufliegen. Bei dem aktuell warmen Wetter und schlechter Belüftung eine äußerst anstrengende Arbeit. An den Kanten der Klebebahnen sowie um alle Klappen herum, wurde der Bodenbelag wieder mit Nägeln befestigt. Hier wurden gut über einhundert Nägel verbraucht.

Die neu lackierten Verkleidungen warten darauf wieder in den Wagen eingebaut zu werden. (Bild: Rüdiger Grabowski)

Die Holzleisten welche die Sandbehälter des 851 einfassten waren leider so sehr in Mitleidenschaft gezogen, das es nötig wurde sie durch Neuanfertigungen zu ersetzen. Diese leisten werden in Naturoptik verbleiben, so wie auch die originale welche sie ersetzen

Der Innenraum des Gartenschauwagen 851 nach der Komplettierung (Bild: Rüdiger Grabowski)

Sitze des Büssing BS 110V neu bezogen

Die Sitzpolster den Büssing BS 110V wurden durch die Firma OMSA in Güstrow neu bezogen. Nun zeigen sie sich im korrekten Rot, wie es auch bei den Vorbildern der END der Fall war. Neu ist auch, dass der weiße Keder an den Kanten, nun auch die Sitzflächen ziert und nicht, wie zuvor, nur die Rückenlehnen.

(Bild: Alexander Blank)
Der Kinnschutz muss an den meisten Sitzen noch montiert werden, dennoch sieht es nun schon wieder sehr einladend aus. (Bild: Alexander Blank)

Neuer Boden im Gartenschauwagen

Der neue Fußbodenbelag im Gartenschauwagen 851 wurde vor kurzem von einer Fachfirma eingeklebt. Nun geht es darum, alle Einbauten zu überarbeiten und anschießend wieder einzubauen.

Blick in den Fahrgastraum: Der neue Bodenbelag ist eingebracht. (Bild: Alexander Blank)

So erhalten die Sandbehälter und die Verkleidungen unter den Sitzen eine Neulackierung. Zuvor wurde die historisch korrekte Farbe bestimmt. Sobald alle Teile fertig aufgearbeitet und montiert sind kann der Wagen wieder in den Einsatz gelangen.

Die Neulackierung der Verkleidungsblech ist schon weit fortgeschritten. (Bild: Alexander Blank)
Ebenso jene der Sandkästen. (Bild: Alexander Blank)

Drei Stromabnehmer für drei Wagen

Für den Gartenschauwagen 714, den Kriegsstraßenbahnwagen 749 und den Triebwagen 13 der Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf haben wir drei Stromabnehmer überarbeitet, die nun weitgehend fertiggestellt sind. Für die Triebwagen 714 und 749 sind sie für den Betrieb im Stadtbahnnetz mit zwei Schleifleisten ausgestattet, während der Stromabnehmer des END 13 eine Wippe mit einer Schleifleiste erhält. Für letzteren muss auch noch ein weiterer Stromabnehmer aufgearbeitet werden, da der Triebwagen immer mit zwei Stromabnehmern im Betrieb war.

Pantograph des GSW 714, …
… des KSW 749 …
… und des END 13. (Bilder: Alexander Blank)

Wupsi auf dem Weg der Genesung

Beim Brand des Busbetriebshofs Gaisburg erlitt der von uns betreute Mercedes-Benz O 317 schwere Schäden an der Front. In der Zwischenzeit haben sich die Experten der Firma Vetter in Fellbach dem Fahrzeug angenommen. So wurde die besonders stark in Mitleidenschaft gezogene Front instandgesetzt und neu lackiert. Allerdings sind noch einige Arbeitsschritte nötig damit Wupsi, der Name deutet auf den Vorbesitzer die Firma Kraftverkehr Wupper-Sieg AG aus Leverkusen hin, wieder Fahren kann. So Müssen sämtliche Glasscheiben, Scheinwerfer und Zierelemente entweder instandgesetzt oder gar neu angefertigt werden. Bei den Windschutzscheiben bedeutet dies eine aufwendige Spezialanfertigung, denn Ersatzteile von der Stange gibt es für den über 60 Jahre alten Busveteranen nicht.

Bild: Udo Becker

Neue Sitze für den T2 802

Im April 2023 erhielt T2 802 neu bezogenen Sitze, da die Füllung aus Schaumstoff nach vielen Jahren des Einsatzes zunehmend zu feinem Staub zerkrümelte. Außerdem waren mehrere Bezüge sehr verschlissen und optisch nicht mehr ansprechend. Während sich die Polster des 802 in der Sattlerei befanden bekam dieser die Sitze des, als Ausstellungsobjekt dienenden, Triebwagens 804. Wenn alle Polster wieder im 802 eingebaut sind, erhält der 804 seine Polster zurück.

Eine erneue Sitzbank im Detail. (Bild: Alexander Blank)
Im Vergleich: Die alten Sitzpolster des 804 vorne und die erneuerten Originale des 802 hinten. (Bild: Alexander Blank)

Pantograph des KSW nahezu fertiggestellt

Nachdem die Arbeiten am DoT 4 917 nun einen Stand erreicht haben, an dem die weiteren Arbeiteten größtenteils von den Fachabteilungen der SSB auszuführen sind, können nun die anderen Projekte wieder mehr fokussiert werden.

So wurde die Montage des, für den KSW 749 designierten Pantograph, nun vollendet.

Der fertigmontierte Pantograph. (Bild: Alexander Blank)