Kein Erlkönig…

…wie bei Automobilherstellern, aber trotzdem ein seltener Anblick – unser Gartenschauwagen bei einer „Lackierpause“ vor der Geraer Straßenbahnwerkstatt. Inzwischen wurde auch der schwarze Absetzstreifen lackiert, die Regenrinne ist in Arbeit. Im partiell gelb lackierten Bereich an den Frontpartien werden in Kürze die Rammbohlen montiert, so dass diese nicht mehr demontiert werden müssen, wenn der Rest des Wagenkastens in hoffentlich einigen Monaten seine finale gelbe Farbe erhalten wird. Wir freuen uns sehr, dass uns trotz der schwierigen aktuellen Situation solche erfreulichen Neuigkeiten erreichen.

Arbeitsfortschritt in Gera
Zwischenetappe: Gartenschauwagen 714 vor dem finalen Gelb-Lackierdurchgang am 01.04.2020 vor der Straßenbahnwerkstatt in Gera. (Foto: Frank Gecks)

Es werde Licht: Beleuchtung für Wagen 3006

Seit dem Umzug des Straßenbahnmuseums von Zuffenhausen nach Bad Cannstatt im Jahr 2007, wurde der Stadtbahn-Prototyp für die Öffentlichkeit unzugänglich zuerst im Betriebshof Heslach und seit 2018 schließlich in der oberen Halle des Museums hinterstellt. Um dieses interessante Fahrzeug den Museumsbesuchern im Rahmen kurzweiliger Führungen näher bringen zu können, arbeiten wir derzeit an der Aufarbeitung des Wagens 3006, angefangen mit der Beleuchtung.

Nachdem bis Ende 2019 die Stromlaufpläne gezeichnet und eine Liste der zu bestellenden Komponenten erstellt wurde, konnten wir im neuen Jahr endlich mit der praktischen Umsetzung beginnen.

Als Einbauort für die benötigten Netzteile, Sicherungen etc. wählten wir eines der beiden Geschränke am hinteren Wagenende. Da dort in der Vergangenheit zahlreiche elektronische Geräte ausgebaut wurden, war reichlich Platz für unsere Einbauten vorhanden.

Im Geschränk am sogenannten Kurzkuppelende „verstecken“ sich die Netzteile und Sicherungen. (Bild: Christian Müller)

Zuerst wurde die Fahrgastraum-Beleuchtung an die neue Stromversorgung angeschlossen. Dank des guten Zustands konnte die Inbetriebnahme schnell und problemlos durchgeführt werden.

Hell, freundlich, einladend: So aufgeräumt zeigt sich Wagen 3006 bisher nur selten. (Bild: Christian Müller)

Etwas mehr Aufwand war für den Anschluss der Scheinwerfer und des Spitzenlichts nötig. Durch eigens montierte Kunststoffrohre legen die Stromleitungen knapp 20 Meter zurück, bevor die Fahrzeugfront erreicht ist.

Die für die damalige Zeit hochmodernen digitalen Zielanzeigen enthalten je 3-4 Leuchtstoffröhren, welche ebenfalls wieder angeschlossen wurden. Da aber fast alle Röhren defekt sind, wird es noch etwas dauern, bis die Anzeigen wieder vollständig beleuchtet sind.

Die große Zielanzeige der Fahrzeugfront im ausgebauten Zustand. (Bild: Christian Müller)

Die Beleuchtung war aber nur der Anfang: Im Moment arbeiten wir an der Wiederinbetriebnahme von zwei Türen. Und langfristig soll auch der Wagen 3001 wieder zum Leben erwachen. Auch darüber werden wir an dieser Stelle ausführlich berichten.

(Bild: Christian Müller)

Weiße Farbe für den Gartenschauwagen

Inzwischen wurde der Gartenschauwagen 714 in weißer Farbe lackiert.

Der Gartenschauwagen nach dem Lackieren in der Lackierhalle des GVB in Gera. (Bild: Frank Gecks)

Für die Türen werden momentan die Füllhölzer neu angefertigt und montiert. Diese Füllungen dienen einerseits zur Wärme- und Geräuschdämmung, stabilisieren aber auch den Türrahmen. Außerdem bieten sie später eine Auflagefläche für die Außenverblechung, die bei der Montage mit dem Holzrahmen verklebt wird.

Das Bild zeigt die Füllhölzer montiert und in noch nicht eingebautem Zustand. (Bild: Alexander Blank)

Aufgearbeitete Teile für den KSW

In den letzten Wochen und Monaten wurden viele Teile des KSW 749 in der Museumswerkstatt aufgearbeitet. Bis auf einen Sandkasten wurden sämtliche Teile vom Wagenunterboden aufgearbeitet.

Für diese Teile des Kabelkanals mussten die hölzernen Kabelklammern neu angefertigt werden (Bild: Alexander Blank)
Fertig verpackt warten die Teile auf ihren Transport in die Hauptwerkstatt. (Bild: Alexander Blank)

Fortschritte beim Ladegut

Das Ladegut für den Filderbahnwagen WN 202 erhält eine frische grüne Lackierung. Die Restauration der beiden Pflüge nähert sich bereits der Vollendung. Bei der Getreidemühle hingegen sind noch einige Einzelteile aufzuarbeiten, bevor sie wieder zusammengebaut werden kann.

Grün leuchten die Einzelteile der Mühle. (Bild: Alexander Blank)
Der erste Pflug und im Hintergrund das Untergestell der Mühle, ebenfalls in Grün. (Bild: Alexander Blank)
Auch der zweite Pflug hat seine Lackierung erhalten. (Bild: Alexander Blank)

Vorbereitung zum Lackieren

Die Lackierung des Gartenschauwagens 714 steht unmittelbar bevor. Der Wagen wird vorerst nur in Weiß lackiert, damit später eine komplette Lackierung mit eingebauten Türen erfolgen kann und keine Farbunterschiede auftreten.

(Bild: Frank Gecks)

Ladegut für den Filderbahnwagen

Für den Filderbahngüterwagen WN 202, der in unserer Ausstellung mit dem Triebwagen WN 26 und dem Beiwagen WN 32 einen authentischen Zug bildet, fehlte uns bis jetzt noch das passende Ladegut. Bald werden 2 historische Pflüge und eine handbetriebene Getreidemühle die Ladefläche des Wagens zieren.

Bevor wir die Pflüge in die Ausstellung kommen, werden sie neu lackiert. (Bild: Alexander Blank)
Die fehlenden Handgriffe wurden, nach Bildern von ähnlichen Pflügen, neu angefertigt. (Bild: Alexander Blank)
Die Getreidemühle wurde zerlegt und wartet nun auf neue Farbe. (Bild: Alexander Blank)

Arbeiten am Fahrgestell begonnen

Mit einer gründlichen Reinigung durch Mitarbeiter der SSB AG ist die Aufarbeitung am Fahrgestell des KSW 749 angelaufen. Nun können die weiteren Arbeiten in Angriff genommen werden.

Nach der Reinigung glänzt das Fahrgestell noch im Heidelberger Grau. Nach Abschluss der Arbeiten wird auch hier das in Stuttgart übliche Schwarz vorherrschen. (Bild: Rüdiger Grabowski)
Der Blick unter den Wagenunterboden zeigt: Es ist fasst geschaft. Wir konnten sogar bereits einige Verkleidungsbleche wieder anbringen. Sie sind also die ersten restaurierten Teile, welche wir wieder am Wagen montieren konnten. (Bild: Rüdiger Grabowski)
(Bild: Rüdiger Grabowski)

Aufarbeitung von Teilen des KSW 749

Für den Kriegsstraßenbahnwagen 749 arbeiten wir weiterhin einzelne Komponenten auf. Zur Zeit sind der Bremsbock der A-Seite des Fahrzeugs, drei weitere Sandkästen, Teile der Bremsmechanik und des zentralen Kabelkanals in der Aufarbeitung.

Der neu angefertigte Sandkastentrichter muss nun noch grundiert und lackiert werden. (Bild: Alexander Blank)
Mit unserer vereinseigenen Sandstrahlkabine werden Rost sowie der alte Lack entfernt. Hier ein Vorher-Nachher-Vergleich. (Bild: Alexander Blank)