Fertiggestellt: Gottlieb Schlenkerle ist wieder da.

Nachdem er bei dem Brand im Betriebshof Gaisburg mehrere Schäden erlitten hatte, wurde der O317G “Gottlieb Schlenkerle” bei der Firma Vetter in Fellbach fachmännisch instandgesetzt. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und der Bus steht wieder für Fahrten zur Verfügung.

Der Bus steht bereit für seinen nächsten Einsatz. (Bild: Alexander Blank)

Der lange Weg zurück zur Normalität

Der Großbrand im Busbetriebshof Gaisburg am Abend des 30. Septembers 2021 ist, ohne Zweifel, eine der schwersten Stunden, die unser Verein seit seiner Gründung erfahren hat. Zwei historische Omnibusse werden vollständig zerstört, zwei schwer beschädigt. Bereits kurz nach dem Brand bestand Einigkeit zwischen den Verantwortlichen von SSB und SHB die beschädigten Busse, also den O 317 und O 317 G, wieder herzurichten und die vollständig ausgebrannten Gerippe des O 322 und O 307 zu verschrotten. In der Zwischenzeit wurden beide Busse zur Firma Vetter in Fellbach überführt, wo sie fachmännisch restauriert werden.

Beim O 317 G nähern sich die Arbeiten nun dem Ende. Der Bus wurde teilweise neu lackiert. Des weiteren sind durch die enorme Hitze des Feuers beschädigte Anbauteile, z.B. die Blink- und Rückleuchten, zu ersetzen. Für diese ließen sich glücklicherweise die richtigen Ersatzteile in unseren Beständen finden.

Der O 317 G wartet in der Lackierkabine der Firma Vetter auf die Neulackierung seines Hecks. (Bild: Udo Becker)
Fertig lackiert! Jetzt folgt der Zusammenbau. (Bild: Udo Becker)

Sobald die Arbeiten am O 317 G abgeschlossen sind, werden die Arbeiten am O 317-Solobus aufgenommen. Da hier wesentlich größere Schäden zu beseitigen sind, werden die Arbeiten an diesem bis ins nächste Jahr andauern. Es ist wahrlich ein langer Weg zurück zur Normalität.

Vom Kommen und Gehen

Am 5. August wurde der Beiwagen 1369 per Tieflader vom Straßenbahnmuseum in die SSB-Hauptwerkstatt Möhringen transportiert, wo an dem 70-Jährigen verschiedene Arbeiten durchgeführt werden.

Beiwagen 1369 beim Abladen auf den Gelände der SSB-Hauptwerkstatt (Bild: Jürgen Daur)

Im Gegenzug wurde der 95 Jahre alte Triebwagen 418 von der Hauptwerkstatt, wo er sich seit April befand, nach Bad Cannstatt rücküberführt. Bei ihm wurde der Wagenkasten komplett neu lackiert. Die noch fehlenden Wagennummern werden durch Mitglieder des Vereins SHB angebracht.  

Frisch zurück, Triebwagen 418. (Bild: Jürgen Daur)

Willkommen im Schilderwald

In dieser schwierigen Zeit ist unsere Vereinsarbeit nur unter gewissen Auflagen und Einschränkungen möglich. So ergab sich in den letzten Wochen, dass eine Vielzahl von ungewöhnlichen Arbeiten durchgeführt wurde. Zum Beispiel nutzen wir die Zeit um Ordnung in unseren umfangreichen Fundus an Einzelteilen zu bringen.

Dies tun wir zur Zeit mit besonderem Fokus auf die reiche Sammlung an Schildern.

Die Emailschilder wurden in viele Meter Luftpolsterfolie verpackt. (Bild: Alexander Blank)
Diese Haltestellenschilder müssen noch verpackt werden. Die jetzige Lagerung nutzt den vorhandenen Platz nicht sehr effektiv. (Bild: Alexander Blank)