Es werde Licht: Beleuchtung für Wagen 3006

Seit dem Umzug des Straßenbahnmuseums von Zuffenhausen nach Bad Cannstatt im Jahr 2007, wurde der Stadtbahn-Prototyp für die Öffentlichkeit unzugänglich zuerst im Betriebshof Heslach und seit 2018 schließlich in der oberen Halle des Museums hinterstellt. Um dieses interessante Fahrzeug den Museumsbesuchern im Rahmen kurzweiliger Führungen näher bringen zu können, arbeiten wir derzeit an der Aufarbeitung des Wagens 3006, angefangen mit der Beleuchtung.

Nachdem bis Ende 2019 die Stromlaufpläne gezeichnet und eine Liste der zu bestellenden Komponenten erstellt wurde, konnten wir im neuen Jahr endlich mit der praktischen Umsetzung beginnen.

Als Einbauort für die benötigten Netzteile, Sicherungen etc. wählten wir eines der beiden Geschränke am hinteren Wagenende. Da dort in der Vergangenheit zahlreiche elektronische Geräte ausgebaut wurden, war reichlich Platz für unsere Einbauten vorhanden.

Im Geschränk am sogenannten Kurzkuppelende „verstecken“ sich die Netzteile und Sicherungen. (Bild: Christian Müller)

Zuerst wurde die Fahrgastraum-Beleuchtung an die neue Stromversorgung angeschlossen. Dank des guten Zustands konnte die Inbetriebnahme schnell und problemlos durchgeführt werden.

Hell, freundlich, einladend: So aufgeräumt zeigt sich Wagen 3006 bisher nur selten. (Bild: Christian Müller)

Etwas mehr Aufwand war für den Anschluss der Scheinwerfer und des Spitzenlichts nötig. Durch eigens montierte Kunststoffrohre legen die Stromleitungen knapp 20 Meter zurück, bevor die Fahrzeugfront erreicht ist.

Die für die damalige Zeit hochmodernen digitalen Zielanzeigen enthalten je 3-4 Leuchtstoffröhren, welche ebenfalls wieder angeschlossen wurden. Da aber fast alle Röhren defekt sind, wird es noch etwas dauern, bis die Anzeigen wieder vollständig beleuchtet sind.

Die große Zielanzeige der Fahrzeugfront im ausgebauten Zustand. (Bild: Christian Müller)

Die Beleuchtung war aber nur der Anfang: Im Moment arbeiten wir an der Wiederinbetriebnahme von zwei Türen. Und langfristig soll auch der Wagen 3001 wieder zum Leben erwachen. Auch darüber werden wir an dieser Stelle ausführlich berichten.

(Bild: Christian Müller)

Aufgearbeitete Teile für den KSW

In den letzten Wochen und Monaten wurden viele Teile des KSW 749 in der Museumswerkstatt aufgearbeitet. Bis auf einen Sandkasten wurden sämtliche Teile vom Wagenunterboden aufgearbeitet.

Für diese Teile des Kabelkanals mussten die hölzernen Kabelklammern neu angefertigt werden (Bild: Alexander Blank)
Fertig verpackt warten die Teile auf ihren Transport in die Hauptwerkstatt. (Bild: Alexander Blank)

Fortschritte beim Ladegut

Das Ladegut für den Filderbahnwagen WN 202 erhält eine frische grüne Lackierung. Die Restauration der beiden Pflüge nähert sich bereits der Vollendung. Bei der Getreidemühle hingegen sind noch einige Einzelteile aufzuarbeiten, bevor sie wieder zusammengebaut werden kann.

Grün leuchten die Einzelteile der Mühle. (Bild: Alexander Blank)
Der erste Pflug und im Hintergrund das Untergestell der Mühle, ebenfalls in Grün. (Bild: Alexander Blank)
Auch der zweite Pflug hat seine Lackierung erhalten. (Bild: Alexander Blank)

Ladegut für den Filderbahnwagen

Für den Filderbahngüterwagen WN 202, der in unserer Ausstellung mit dem Triebwagen WN 26 und dem Beiwagen WN 32 einen authentischen Zug bildet, fehlte uns bis jetzt noch das passende Ladegut. Bald werden 2 historische Pflüge und eine handbetriebene Getreidemühle die Ladefläche des Wagens zieren.

Bevor wir die Pflüge in die Ausstellung kommen, werden sie neu lackiert. (Bild: Alexander Blank)
Die fehlenden Handgriffe wurden, nach Bildern von ähnlichen Pflügen, neu angefertigt. (Bild: Alexander Blank)
Die Getreidemühle wurde zerlegt und wartet nun auf neue Farbe. (Bild: Alexander Blank)

Arbeiten am Fahrgestell begonnen

Mit einer gründlichen Reinigung durch Mitarbeiter der SSB AG ist die Aufarbeitung am Fahrgestell des KSW 749 angelaufen. Nun können die weiteren Arbeiten in Angriff genommen werden.

Nach der Reinigung glänzt das Fahrgestell noch im Heidelberger Grau. Nach Abschluss der Arbeiten wird auch hier das in Stuttgart übliche Schwarz vorherrschen. (Bild: Rüdiger Grabowski)
Der Blick unter den Wagenunterboden zeigt: Es ist fasst geschaft. Wir konnten sogar bereits einige Verkleidungsbleche wieder anbringen. Sie sind also die ersten restaurierten Teile, welche wir wieder am Wagen montieren konnten. (Bild: Rüdiger Grabowski)
(Bild: Rüdiger Grabowski)

Aufarbeitung von Teilen des KSW 749

Für den Kriegsstraßenbahnwagen 749 arbeiten wir weiterhin einzelne Komponenten auf. Zur Zeit sind der Bremsbock der A-Seite des Fahrzeugs, drei weitere Sandkästen, Teile der Bremsmechanik und des zentralen Kabelkanals in der Aufarbeitung.

Der neu angefertigte Sandkastentrichter muss nun noch grundiert und lackiert werden. (Bild: Alexander Blank)
Mit unserer vereinseigenen Sandstrahlkabine werden Rost sowie der alte Lack entfernt. Hier ein Vorher-Nachher-Vergleich. (Bild: Alexander Blank)

Ergänzung von Details am Stadtbahnprototyp

Leider fehlen am bzw. im Stadtbahnprototypen 3006 einige Gerätschaften und Accessoires. Beispielsweise muss noch ein passender Tacho und ein Mikrofon für den Führerstand des Prototyps gefunden werden.

Im Führerstand sind noch einige Details zu ergänzen. (Bild: Alexander Blank)
Der Wagen hat bereits wieder eine Scheibenwaschanlage. (Bild: Alexander Blank)
(Bild: Alexander Blank)

Fahrgestell mechanisch fertiggestellt

Während in Woltersdorf Teile der Elektroanlage des Gartenschauwagens aufgearbeitet werden, werden in Gera Arbeiten hauptsächlich im Bezug auf die mechanischen Belange der Aufarbeitung durchgeführt.

Passend dazu können wir folgende Neuigkeiten verkünden: Mit der abgeschlossenen Montage der Gleitlager (Einlagen) an den Lagerpunkten der Blattfedern ist die Aufarbeitung des mechanischen Teils des Fahrgestells abgeschlossen.

Leicht Bronze schimmert das Gleitlager zwischen der Blattfeder und dem Fahrgestellrahmen hervor. Es schützt die Blattfeder vor Abnutzung (Bild: Rüdiger Grabowski)
Auch die Dachaufbauten sind weitgehend fertiggestellt. (Bild: Rüdiger Grabowski)

Die beiden Kupplungen sind aufgearbeitet und montiert .

An den Fronten wurden Anpassungen zur späteren Montage der Scheinwerfer und Rückleuchten durchgeführt. (Bild: Rüdiger Grabowski)
Der Wagen soll Anfang 2020 in Weiß lackiert werden. (Bild: Rüdiger Grabowski)

Aufarbeitung von Fahrschaltern und Shuntwiederständen

Der Erste, der von uns zur Aufarbeitung nach Woltersdorf gebrachten, Fahrschalter des Gartenschauwagens nähert sich der Fertigstellung. Ebenfalls haben wir nun die beiden Shuntwiederstände dorthin gebracht um sie dort aufarbeiten zu lassen.

Der erste Fahrschalter erstrahlt in neuem Glanz. Dank der professionellen Aufarbeitung kann er dann im Gartenschauwagen 714 eingesetzt werden. (Bild: Andreas Kubig)
Auch die Shuntwiederstände wollen noch aufgearbeitet und überprüft werden bevor sie verbaut werden. (Bild: Andreas Kubig)

Für alle Interessierten die sich jetzt fragen was diese Shuntwiederstände sind und was sie machen, soll es hier nicht an Aufklärung mangeln:

In den Gartenschauwagen gibt es zwei „Töpfe“ (Gehäuse und Innenleben siehe Foto; je einen pro Fahrmotor), die ohmsche Widerstände darstellen, so genannte Feldschwächungswiderstände oder eben Shunte. Sie werden in den Stromkreis der Feldspulen der Fahrmotoren geschaltet und verringern dabei das Magnetfeld dieser Feldspulen. Durch dieses geringere Magnetfeld wird auch der Drehwiderstand des Motors geringer, der Motor kann sich also schneller drehen und der Wagen fährt dadurch noch etwas schneller. Diese Schaltung wird in der Regel auf den höchsten Fahrstufen aktiviert, um so noch eine etwas höhere Endgeschwingigkeit erreichen zu können.

Oder kurz: sie sorgen dafür das der Wagen ein bisschen schneller fährt.

Neuanfertigung eines Sandkastentrichters

Die Sandkästen des KSW 749 bestehen aus mehreren Blechteilen. Nach dem Sandstrahlen eines Bauteils bemerkten wir, dass dort einmal das Blech durch eine Unfallschaden o.ä. beschädigt wurde. Es wurde also damals ein neues Blech eingeschweißt. Leider war diese Arbeit nicht sehr zufriedenstellen, es wahren nämlich Löcher entlang der Schweißnaht vorhanden. Wir entschieden uns das gesamte Teil neu anzufertigen.

Der alte Trichter hatte Löcher an den Schweißnähten und konnte deshalb nicht mehr verwendet werden. (Bild: Alexander Blank)
Erst wurden die Blechteile ausgeschnitten…(Bild: Alexander Blank)
…, dann zurechtgebogen…(Bild: Alexander Blank)
…und anschließend verschweißt. (Bild: Alexander Blank)